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Spezielles Geburtstagsgeschenk für eine Multiple-Sklerose-Patientin: Dank Seilwinde und Gleitschirm flog sie über den tosenden Rheinfall.
Seit sechs Jahren weiss Doris Moser, dass sie Multiple Sklerose hat. Beim Skifahren und Klettern gings plötzlich nicht mehr wie früher. Heute geht sie am Stock. Zwei Wünsche hatte die gebürtige Baslerin, die heute in Genf wohnt: den Rheinfall sehen - und Fliegen. Im Internet fand ihr Mann Alan, ein Engländer, das perfekte Geburtstagsgeschenk: einen Flug über den Rheinfall mit der Rhyfallair (www.rhyfallair.ch). Wenn nur die Gehbehinderung nicht wäre. «Kein Problem», sagte Chefpilot Max Kugler auf Anfrage, «das kriegen wir hin.» Und so zog Doris Moses am letzten Sams-tag das Geschenk zu ihrem 60. Geburtstag ein. Mitten auf einem Feld in Dachsen wird sie eingekleidet - Flugsitz, Helm, Handschuhe und überall viele Leinen und Karabinerhaken. «Sie müssen an nichts denken», beruhigt sie Kugler, ein langjähriger Hunter- und Gleitschirmpilot. Er hakt sich an den ausge-breiteten Gleitschirm und schnallt sich an seine Passagierin vor ihm. Jetzt kommt der Trick der Rhyfallair zur Anwendung - eine 800 Meter lange und nur 2.5 Millimeter dünne Nylonleine, die quer übers Feld bis zur Seilwinde gespannt ist. Die Winde ist ein modifizierter 250er-Yamaha-Motorroller, dessen Hinterrad durch eine Aluminiumtrommel ersetzt wurde. Sie steht an der Hügelkante über dem Schloss Laufen, wo es steil zum Rheinfall runtergeht. Doris Moser gibt den Gehstock ab, die beiden Flughelfer Alex Kramer und Thomas Bont heben sie auf, Funkgeräte scheppern, die Leine strafft sich, und der Pilot richtet den Gleitschirm in den Wind. Pilot und Helfer stemmen sich so lange wie möglich gegen den Zug der Leine. Dann rennen sie los wie Bobpiloten, bis der Schirm abhebt. Erleichterte Hurrarufe, und das Tandem gewinnt während einer Minute Schleppflug 150 Meter Höhe. Hoch über dem Schloss Laufen klinkt Kugler die Leine aus. Unten hören die beiden noch das Tuckern des Motors, das bald vom wilden Rauschen des Rheinfalls über-tönt wird. Max Kugler ist schon 150-mal mit Passagieren über den Rheinfall geflogen - ohne den kleinsten Unfall. Er findet Zeit und Musse, Doris Moser über den Rheinfall zu erzählen, über Schaffhausen und die Bauerndörfer unter ihnen. Weil keine Thermik herrscht, landen die beiden schon nach fünf Minuten auf einer Wiese am Rheinufer. «Eine butterweiche Hosenbodenlandung», berichtet Kugler. «Ich habe mich sehr sicher und glücklich gefühlt - wie ein Vogel», schwärmt Doris Moses. Ihr Mann Alan ist weniger mutig. Zu seinem Glück findet er eine Ausrede damit er nicht in die Luft muss. Der nächste Kursflug geht nämlich Richtung Dachsen. Der Wind hat gekehrt und Starts sind nur immer gegen den Wind möglich. |
Tages-Anzeiger Ruedi Baumann 05.2006 |
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Die RhyfallAir hat 2005 insgesamt 37 Tandemflüge durchgeführt; am Rheinfall wurde an 2 Tagen geflogen, jedoch nur an einem (im Frühling) mit Passagieren. Die Winde kam neben dem Rheinfall auch noch an einem Privatfest zum Einsatz (am 4. Juni in Hefenhausen). In den Bergen wurden ab der Ebenalp, dem Urmiberg, dem Berghaus Sassauna (Fanas), dem Tödi und dem Männlichen (Wengen) geflogen.
Im Flugbetrieb gab es nur zufriedene Passagiere; es waren keine "Vorkommnisse" zu verzeichnen. Für 2006 besteht eine längere Passagierliste für Flüge in den Bergen; für den Rheinfall sind es nur wenige. Die Flugdaten werden in der neuen Flugsaison "rollend" festgelegt. Die Flugpreise am Rheinfall bleiben unverändert bei Fr. 150.- pro Flug; in den Bergen, wie im 2005 eingeführt, Fr. 170.-. Bei abgelaufenen Fluggutscheinen aus den Jahren 2004 und früher, die noch akzeptiert werden, wird beim Einlösen die Differenz nachgefordert. |
Max Kugler 26.12.2005 |
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Die RhyfallAir hat 2004 insgesamt 70 Tandemflüge durchgeführt; am Rheinfall, ab dem Segelflugplatz Schmerlat, von der Ebenalp, vom Urmiberg, ab Engelberg und vier Flüge ab dem Rheinwaldhorn. Hinweis für die Sponsoren: Die mit Werbung bedruckten Doppelsitzer kommen je auf ca. 50 Flüge pro Saison, da sie natürlich auch "ausserhalb" der RhyfallAir zu Einsatz kommen (ganze Schweiz, selten im Ausland).
Keine Vorkomnisse; zufriedene Passagiere. Ab und zu wurde ein Flug wiederholt, für den Passagier kostenlos, wenn (meist aus Wettergründen) kein den Erwartungen entsprechender Erstflug durchgeführt werden konnte. Im Windenbetrieb hat sich neu Alex Kramer mit seinem elektrisch betriebenen "Prunkstück" eingehängt. Die Elektrowinde hat sich im praktischen Einsatz bewährt; zudem wird die Winde "indirekt" mit Oekostrom betrieben (die RhyfallAir bezieht die entsprechende Strommenge "Clean Solution"). |
Max Kugler 13.12.2004 |
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Die RhyfallAir hat 2003 insgesamt 49 Tandemflüge durchgeführt; am Rheinfall wurde an 3 Tagen geflogen mit total 15 Flügen (31. Mai, 26. Sept., 11. Okt.). Die übrigen Flüge wurden alle in den Alpen absolviert (Rothenfluh bei Schwyz, Engelberg, Fanas im Prättigau). Hinweis für die Gleitschirmsponsoren: Die Gleitschirme mit einer Werbung darauf flogen neben den RhyfallAir-Einsätzen unzählige weitere Male, verteilt über die ganze Schweiz (40 bis 50 Flüge pro Schirm und Saison sind die Regel).
Das Konzept, am Rheinfall nur an ausgewählten Tagen zu fliegen und sonst in den Alpen, hat sich bewährt: Die Kundenzufriedenheit war ausserordentlich hoch. In der Sommerzeit ist es am Rheinfall eine "Glücksache", ob es "zufrieden stellende" Flüge (d.h. mindestens eine Kurve über den Rheinfall) ergibt: Die (hohen) Sommer-temperaturen, kombiniert mit der kurzen und oft nicht "richtungsoptimalen" Windenstrecken ergaben häufig nur "kleine Hüpfer"; dieser "Missstand" ist mit dem gültigen Konzept weitgehend abgewendet. |
Max Kugler 23.12.2003 |
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| Eines ist unterdessen klar geworden: Am Rheinfall ist es ein Zufall, wenn es im Sommer einen "vernünftigen" Flug ab der Winde gibt --> zu heiss oder oben hängt "dä Bolle" und saugt und unten auf der Wiese können wir die Winde stellen wie wir wollen, es hat immer Rückenwind. Unser Entscheid: Wir fliegen am Rheinfall zukünftig geplant nur noch einmal im Frühling und einmal im Herbst (mit je einem Ausweichdatum); dies auch auf Rücksicht auf die Vegetation und in Absprache mit dem Landbesitzer. |
RhyfallAir 02.08.2003 |
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| Der Start erfolgt auf der Anhöhe oberhalb der Schlosshalde. Wenn der rund 42 Quadratmeter Fläche aufweisende Gleitschirm bereit ist, sowie Pilot und Passagier richtig angeschnallt sind, wird das startbereite Duo per Seilwinde in die Luft getragen. Die RhyfallAir legt grossen Wert auf einen sicheren Flug. Nur wer über eine grosse Erfahrung im Gleitschirmfliegen verfügt und eine mit verschiedenen Prüfung verbundene dreiteilige Ausbildung absolviert hat, darf sich mit einem Passagier in die Luft begeben. |
Schaffhauser Nachrichten 22.04.2002 |
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Bald kann man sie wieder am Himmel über dem Rheinfall bewundern,
die mutigen Passagiere der Rhyfallair.
Erfolgreiche Premiere: |
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SH-Bock 18.04.2002 |
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Die RhyfallAir hat in der vergangenen Saison rund 170 Doppelsitzerflüge verkauft.
Von Seiten der Sicherheit her konnte die erste Saison erfolgreich abgeschlossen werden: Unfallfrei (kein einziger, auch noch so kleiner, Unfall mit Folgen hat sich ereignet). Material: Winde und Flugmaterial haben sich bewährt. Bei den Doppelsitzer-Gleitschirmen hat sich gezeigt, dass Profiländerungen (verkürzen/verlängern der Leinen) ab etwa 30 Flügen spürfbar werden; d.h.: ein Service der Schirme ist nach 40 bis 50 Windenstarts angebracht. Im weiteren ist geplant, nur noch bei Flugbuchungen zu fliegen resp. die Personen mit Flug-Gutscheinen auf die guten Flugtage zu "konzentrieren"; am Rheinfall wird ab drei Personen der Flugbetrieb aufgezogen, Alpenflüge ab zwei Personen. Um den Rheinfall-Flug in seiner Attraktivität noch zu verbessern, kann das Windenseil zukünftig auch in anderen Richtungen als den bisherigen "Standardvarianten" Ost und West ausgelegt werden (sofern es von der Vegetation her möglich ist). Zudem werden die Standard-Start- und Landefelder etwas näher zum Rheinfall hin verlegt. |
Max Kugler 10.11.2001 |
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Ein neues touristisches Angebot wird am Rheinfall
aufgezogen. "Aufgezogen" ist dabei durchaus wörtlich
zu verstehen, gibt es doch von März bis Oktober
einen Schleppbetrieb unmittelbar südlich des Schlosses
Laufen ... Zielpublikum sind in erster Linie Touristen, profitieren können aber auch brevetierte Piloten. Einzige Einschränkung: Der Pilot muss Windenerfahrung besitzen. |
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Swiss Glider 20.04.2001 |
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| Den tosenden Wassermassen des Rheinfalls näherten sich Touristen bislang allenfalls im Boot. Seit diesem Frühling können Wagemutige das auch per Gleitschirm tun. Möglich machts eine Drahtseilwinde, die oberhalb des Schlosses Laufen den Schirm samt Pilot und Passagier in die Lüfte zieht. Auf dem 150 Franken teuren und rund fünf bis zehn Minuten dauernden Tandemflug erlebt man das berühmte Naturschaupiel aus atemberaubender Perspektive. |
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Sonntagszeitung Christina Gubler 15.04.2001 |
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Der besondere Kick stellt sich ein ... Sekundenbruchteile später wird man praktisch senkrecht in die Höhe katapultiert. Ein Zurück gibt es nicht mehr. Höher, immer höher steigt das Fluggerät mit den zwei Menschen unten angehängt. Das Schleppseil wird ausgeklinkt. Und ... ! Ja und? Stoische Ruhe, Stille, Frieden. Nur der Wind, der um die Ohren pfeift. Frei wie ein Vogel gleitet man über Baumwipfel, Felder, Strassen. Die Bedenken von vorhin sind verschwunden und man geniesst das Flug- respektive Gleiterlebnis. ... Jetzt begreift man die Gleitschirmpilot/Innen, die von Ihrem Hobby angefressen sind, die nie mehr auf solche Erlebnisse verzichten wollen. |
Rheinfall Woche 22.03.2001 |
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Mit dem Gleitschirm abheben und den Rheinfall
aus der Vogelperspektive geniessen:
Eine Seilwinde und erfahrene Piloten machen
es möglich.
... Bevor der Fluggast realisiert, was eigentlich passiert, hat er schon Luft unter den Füssen, wie es im Gleitschirm-Jargon heisst. Der Fahrtwind bläst ihm ordentlich ins Gesicht, das Luftpolster wird rasch dicker. Ein dünnes Seil ist die Verbindung zur Erde. Weit vorn und nach wenigen Augenblicken auch schon weit unten ist die motorgetriebene Seilwinde zu erkennen, die das kleine Flugwunder ermöglicht. |
Tagesanzeiger Bericht: Hugo Stamm 19.03.2001 |
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| ....kann gemütlichin die Gurte hineinsitzen und die einmalige Vogelperspektive über Rheinfall, Randen und die umliegenden Gemeinden geniessen. Auch die Besucher des Rheinfalls freuen sich sichtlich und winken wie wild in die Luft. |
Schaffhauser Nachrichten 19.03.2001 |
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| Gute thermische Verhältnisse vorausgesetzt kann man in einer Höhe bis zu 450 Meter bis zu einer Viertelstunde über Laufen und dem Rheinfall kreisen. Die Landung erfolgt auf der Wiese gegenüber dem Informationszelt -dank der Umsicht des Piloten übrigens auf überaus sanfte Art und Weise. |
Der Landbote 19.03.2001 |
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Auch Vorteile für die Anwohner: "Wir hoffen, dass die Gleitschirmflüge den privaten Flugverkehr über dem Rheinfall etwas zurückdrängen ", erklärt der Neuhauser Gemeindepräsident Hansjörg Wahrenberger. "Gleitschirme sind lautlos, Flugzeuge und Helikopter sind lauter, vor allem wenn die Pilotensich, wie es häufig der Fall ist nicht an die minimale Flughöhe über bewohntem Gebiet richten." |
Schaffhauser Nachrichten 07.03.2001 |
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Mit dem Gleitschirm über die tosenden Wassermassen: Eine Motorseilwinde und ein Profipilot machens möglich.
... Fünf bis zehn Minuten lang können mutige Zeitgenossen an einem Gleitschirm über den rauschenden Rheinfall fliegen, um hernach auf einer Wiese neben dem Schloss Laufen zu landen. ... Abgesehen von der Umgebung ist nur noch der Start anders als bei einem ganz normalen Tandemflug in den Alpen. Weil es neben den Wasserfällen keinen genügend hohen Berg hat, wird der Schirm mitsamt den Passagieren von einem Zugseil in die Höhe befördert - eine leistungsfähige Winde sorgt dafür, dass sie nur ein paar wenige Schritte tun müssen. Für den nötigen Antrieb sorgt ein 20 PS starker Spezialmotor, der extra für Gleitschirme und Deltasegler gebaut wurde. |
Tagesanzeiger Bericht: Daniel Bach 03.03.2001 |
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